Stauden

Egal, ob Sie nach robusten Pflanzen für den sonnigen Garten oder nach besonderen Akzenten für schattige Plätze suchen – hier finden Sie garantiert die passenden winterharten Stauden für Ihre Bedürfnisse.

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Stauden: winterhart, mehrjährig und enorm vielseitig

Für einen lebendigen Garten sind Stauden einfach unverzichtbar. Glücklicherweise ist die Vielfalt der Stauden so riesig und umfangreich, dass mit ihnen wirklich jeder Winkel im Garten in Szene gesetzt werden kann.

Dies gilt selbst für scheinbar ungünstige Standorte oder vermeintlich schwierige Wachstumsbedingungen. Trotzdem ist es wenig empfehlenswert, die Stauden nach dem Zufallsprinzip zu kaufen. Schließlich haben die vielen verschiedenen Pflanzen auch unterschiedliche Ansprüche, außerdem wirkt das Ergebnis einfach schöner, wenn die Gestaltung eine gewisse Struktur besitzt.

Tipps zur Anordnung von Stauden im Garten

Natürlich haben Hobbygärtner bei der Auswahl ihrer Stauden quasi die Qual der Wahl. Schließlich macht bereits das "Sammeln" der Pflanzen an sich jede Menge Freude. Auf Dauer ästhetischer und aus gestalterischer Hinsicht einfach attraktiver ist jedoch die gezielte Anordnung von Stauden. Dies ist jedoch keine Kunst: Es müssen lediglich drei einfache Faustregeln beachtet werden.

Zum einen gilt: Große und üppig wachsende Stauden erzielen einzeln den besten Effekt. Mittelhohe Arten können dagegen auch gut in kleinere Gruppen gesetzt werden, während niedrige, flächendeckende Stauden in einer großen Gruppe die schönste Wirkung erzielen.

Anders ausgedrückt: Je größer die Wuchshöhe, desto weniger Exemplare werden auch benötigt. Beispiele und Auswahlmöglichkeiten gibt es genug. Zu den bodendeckenden Stauden gehören beispielsweise Teppichphlox, Polster-Fettblatt, Blaukissen und die Kissen-Aster. All diese Stauden sorgen im Garten für wunderschöne Akzente, da sie nach einiger Zeit eine recht große Fläche bedecken.

Halbhohe Stauden passen im Beet besonders gut in den mittleren Bereich. Ziergras in den verschiedensten Farben und Ausführungen, die zauberhafte Christrose oder auch der prachtvolle Sonnenhut: Halbhohe Stauden schaffen quasi eine Verbindung zwischen niedrigen und hohen Gewächsen.

Hohe Stauden eignen sich gut in Alleinlage oder im hinteren Bereich eines Beetes. Die Großblütige Königskerze erreicht beispielsweise eine beachtliche Wuchshöhe von 150 Zentimetern.

Stauden für jeden Standort: von sonnig bis schattig

Damit sich die Stauden optimal entwickeln, ist es wichtig, sie an den jeweils optimalen Standort zu setzen. Viele Stauden fühlen sich in der vollen Sonne pudelwohl und entfalten dort ihre ganze Blütenpracht, es gibt aber auch viele Arten, die sich im Halbschatten oder Schatten am wohlsten fühlen.

Zu den Sonnenanbetern gehört beispielsweise das Mädchenauge, das im Sommer ein echter Dauerblüher ist. Auch die farbenprächtige Schafgarbe hat es am liebsten sonnig und warm.

Halbschattige Standorte werden unter anderem von Pampasgras, Eisenhut und Lungenkraut akzeptiert, während Funkien und Efeu im vollen Schatten wunderbar gedeihen. So lässt sich also jeder Bereich des Gartens in ein grünes Paradies verwandeln.

Zu den relativ schwierigen Lebensbedingungen für Pflanzen gehören aber auch Standorte, die besonders karg und trocken sind. Für viele Arten sind solche Gegebenheiten unerträglich, sie verkümmern also mit der Zeit. Doch es gibt unter den Stauden auch echte Minimalisten, die kaum Ansprüche an den Boden haben und mit wenig Wasser auskommen. Solche Überlebenskünstler sind beispielsweise das Edelweiß, Steinkraut, Sedum-Arten sowie Moossteinbrech. Aufgrund ihrer schwammartigen Zellstruktur können diese Stauden das wenige Wasser für einen langen Zeitraum einlagern. Sie werden gerne im Steingarten eingesetzt, wo sie je nach Art als fröhliche oder elegante Hingucker dienen.

Stauden richtig pflanzen

Stauden werden idealerweise an einem trüben Tag gepflanzt, da die noch jungen Pflänzchen auf starke Sonneneinstrahlung empfindlich reagieren. Außerdem muss der Platzbedarf vor dem Pflanzen bedacht werden.

Horstbildende Arten wie beispielsweise Taglilien und Rittersporn wachsen relativ kompakt und breiten sich auch auf Dauer nicht übermäßig aus. Sie kommen sich also nicht so schnell ins Gehege, der Platzbedarf bewegt sich in einem normalen Rahmen.

Ausläufertreibende Stauden bilden jedoch mehr oder weniger starke ober- oder unterirdische Ausläufer und Rhizome. Mit der Zeit bedecken diese Pflanzen also größere Flächen, sodass die Gefahr besteht, dass sie sich gegenseitig überwuchern. Zu solchen Stauden gehören Schwertlilie, Immergrün und Maiglöckchen, aber auch viele Storchschnabel-Sorten. Damit diese Pflanzen im Beet nicht übermäßig wuchern, gibt es zwei Möglichkeiten. Die Pflanzen werden entweder in Kübel gepflanzt oder durch Beeteinfassungen, Betonringe oder andere Vorrichtungen im Wachstum begrenzt. Da sich diese Lösungen allerdings gegen den natürlichen Wuchs der Stauden richten, entwickeln sie sich dann oft nicht optimal oder werden sogar krank. Die bessere Alternative ist, einen Standort zu wählen, an dem sich die Stauden ungestört entwickeln und somit auch ungehindert ausbreiten können. Dies geht aber natürlich nur, wenn ausreichend Platz im Garten vorhanden ist.

Der richtige Abstand

Im Hinblick auf den Pflanzabstand werden bei  diesen Pflanzen grundsätzlich drei verschiedene Arten unterschieden: Gerüststauden, Gruppenstauden und Bodendecker.

  • Gerüststauden erreichen eine Höhe von 90 bis 300 Zentimetern und werden in Abständen von jeweils 60 Zentimetern gepflanzt. Zu ihnen gehören unter anderem die Silberkerze und die Stauden-Sonnenblume. 
  • Gruppenstauden wie Katzenminze, Fetthenne und Berg-Aster erreichen eine Höhe von 20 bis 80 Zentimetern und benötigen einen Pflanzabstand von rund 45 Zentimetern. 
  • Bleiben noch die Bodendecker: Echter Waldmeister, Felsen-Storchschnabel oder Waldsteinie sollen mit der Zeit eine größere Fläche bedecken und werden in Abständen von je 30 Zentimetern gepflanzt. 

Vor dem Pflanzen sollte generell der Boden gut aufgelockert und Unkraut entfernt werden. Damit die Wurzeln nicht austrocknen, können die Stauden vor dem Pflanzen in Wasser getaucht werden. Das Pflanzloch muss ungefähr doppelt so tief und breit sein wie der Staudenballen. Nach dem Pflanzen sollte der Rand mit Erde aufgefüllt werden. Die Erde um die Staude herum dann vorsichtig andrücken. Zum Schluss noch kräftig gießen, damit sich die feinen Wurzeln optimal mit der Erde verbinden. Und ganz wichtig: Vor allem in trockenen Sommerwochen muss bei allen Neupflanzungen regelmäßig gewässert werden.